Wir praktizieren Zazen mit diesem Körper, so wie er heute Morgen ist.
KUSEN VON MEISTER WANG-GENH WÄHREND DES ZAZEN AM 15. MÄRZ
Wir praktizieren Zazen mit diesem Körper, so wie er heute Morgen ist.
Es gibt keinen anderen Körper.
Ebenso praktizieren wir mit unserem inneren Zustand von heute Morgen.
So wie er ist.
Es gibt keinen anderen.
Alles, was sich in diesem Spiegel widerspiegelt, ist vollkommen eins mit dem Spiegel.
Der Vogel, das Ohr, das Bewusstsein.
Völlige Gleichzeitigkeit.
Wenn wir auch nur die geringste Trennung schaffen, ist der Vogel weit weg, ist der Vogel draußen, ist der
Vogel der Vogel.
Das ist nicht das, was dein Ohr jetzt sagt.
Das Bewusstsein, das Ohr, der Vogel sind Einheit.
Ebenso verhält es sich mit allem, was sich jetzt in diesem Spiegel zeigt.
Eine Erinnerung, eine Emotion, ein Bild, ein Gedanke, Worte, eine Idee, eine Erwartung, ein Wunsch.
Zazen bedeutet nicht, etwas abzulehnen.
„Dieser Gedanke ist schlecht, ich lehne ihn ab“
Das ist die gewöhnliche, dualistische Haltung von
Subjekt und Objekt.
Alles, was sich jetzt im Bewusstsein zeigt, beobachtet, empfängt, schluckt, verdaut, scheidet aus.
